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Fragen und Antworten

Was passiert mit den gesammelten Atkleidern?

Was passiert mit den gesammelten Atkleidern?

Etwa 700.000 Tonnen Alttextilien werden jährlich in Deutschland durch Straßensammlungen und Container erfasst. Tendenz steigend. Wohltätige Organisationen sammeln Kleiderspenden, um mit dem Weiterverkauf ihre karitative Arbeit zu finanzieren oder um Kleiderkammern und andere Hilfsprojekte damit zu füllen. 

Der Anteil der gesammelten Kleidung, die von Deutschen als Secondhand-Kleidung angenommen wird, beträgt jedoch nur vier Prozent. Manche Kleidung ist in ärmeren Teilen der Welt noch heiß begehrt. Der größte Teil kann nur als Putzlappen oder in der Industrie verwendet werden. Der Rest landet im Müll.

Die Sortierung übersteigt die finanziellen und organisatorischen Möglichkeiten von karitativen Einrichtungen. Deshalb sind Sortierbetriebe wie ReSales unverzichtbar. Sie sortieren und entsorgen fachgerecht und schaffen dadurch im In- und Ausland viele Arbeitsplätze. Sie verfügen über Lagerkapazitäten, geschultes Personal und eine effiziente Logistik.

Mit Ihrer Kleiderspende unterstützen Sie also in jedem Fall Bedürftige. Wenn nicht direkt, dann indirekt über den Verkauf und den damit erzielten Erlös.

Wer verdient an Textilrecycling?

Wer verdient an Textilrecycling?

An Altkleidersammlungen verdienen karitative Organisationen, Städte und Gemeinden und die vorwiegend mittelständischen Sortierbetriebe.

Für Restmüll, Verpackungsmüll oder Altpapier werden die Sammelkosten auf die Verursacher oder Hersteller umgelegt. Nicht so im Textilrecycling! Ohne die Container der europäischen Textilrecyclingbetriebe würden die etwa 700.000 Tonnen Altkleider, die in Deutschland jährlich gesammelt werden, im Hausmüll landen. Dadurch würden sie zunächst den öffentlichen Haushalt mit ca. 500 Euro pro Tonne belasten, was letztlich auf die privaten Haushalte umgelegt werden würde.

Die Sortierbetriebe finanzieren mit ihrem Gewinn die hohen Ausgaben bei der Sammlung, Sortierung und Verwertung sowie für die geschaffenen Arbeitsplätze. Sie verfügen über hohe technische Standards und sind vom vielfach verbreiteten „Schmuddelimage“ weit entfernt. Außerdem müssen die vielen Abfälle, die ebenfalls in die Container geworfen werden, kostenpflichtig entsorgt werden.

Schaden Exporte von Altkleidern den Ländern der dritten Welt?

Schaden Exporte von Altkleidern den Ländern der dritten Welt?

Altkleider aus Westeuropa beeinflussen weder die Textil- und Bekleidungsindustrie noch den Bekleidungshandel in Afrika oder Mittel- und Osteuropa negativ, heißt es in einer aktuellen Studie des Dachverbandes Fairwertung, der sich die faire Verwertung von Altkleidern auf die Fahnen geschrieben hat. 

Dass Altkleiderimporte keine schädliche Wirkung haben, ist auch das Ergebnis einer Studie der Schweizerischen Akademie für Entwicklung (SAD) über Sozialverträglichkeit und gesellschaftliche Akzeptanz von Exporten nach Afrika. Ein Kurzgutachten des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützt diese Aussage. Dafür wurden in einer Studie unter anderem die Auswirkungen der Altkleiderexporte in den Ländern Benin, Kamerun und Ghana untersucht.

Menschen in Afrika, Asien oder Südamerika sind nicht arm, weil sie Gebrauchtkleidung importieren. Sie kaufen Gebrauchtkleidung, weil sie arm sind. Das Politmagazin „Der Spiegel“ stellte in einer Reportage fest, dass es für viele Menschen in Afrika eine Frage des Selbstwertgefühls ist, sich so zu kleiden wie Europäer oder US-Amerikaner. Gebrauchtkleidung bietet ihnen dazu die Möglichkeit.

Inzwischen hat sich in Westafrika eine umfangreiche „Industrie“ rund um die Altkleider entwickelt. Es entstanden bereits jede Menge Arbeitsplätze in diesen Ländern; beispielsweise für Großhändler, die Markthändler, Änderungsschneidereien, die Färberinnen oder Schuster.