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13.09.2011

ReSales startet mit drei neuen Auszubildenden

Bei der Textilhandels- und –recycling-Firma ReSales GmbH werden in diesem Jahr insgesamt fünf Azubis ausgebildet. Marcus Machts und Stefanie Langer kommen aus Apolda. Der 18-Jährige will Fach-Lagerist werden, die 19-Jährige lernt bereits im dritten Jahr den Beruf der Einzelhandelskauffrau. Neu im Boot sind auch Caroline Zinßmann, die im Secondhandshop Dresden ihre Ausbildung als Verkäuferin begonnen hat und Olivia Fugett, die in der Niederlassung im bayrischen Denkendorf Bürokauffrau werden will. Mandy Steffler aus Zwickau startet als Verkäuferin im der Secondhand-Filiale Zwickau ins zweite Lehrjahr.
 
Die jungen Leute sind in ein Unternehmen eingestiegen, dass sich Umweltschutz auf die Fahnen geschrieben hat. Ein Großteil der Hosen, Jacken und Pullover, die hierzulande oftmals aus modischen Gründen weggeworfen werden, sind noch lange nicht abgetragen. „Das ist gut für die Textilindustrie, aber schlecht für die Umwelt“, sagt Geschäftsführer Lars Henkel. Bundesweit fallen jährlich 700.000 Tonnen Altkleider an. Rein technisch gesehen, haben sie erst 40 Prozent ihrer Lebensdauer hinter sich. „Wenn sie nicht weiterverarbeitet werden, steigen die Müllberge immens“, so Lars Henkel weiter.

Zugleich wächst die Nachfrage nach neuer Kleidung. Jährlich werden 19 Millionen Tonnen Baumwolle auf 340.000 Quadratkilometern angebaut und dabei 50 Prozent des Weltverbrauches an Pestiziden eingesetzt. Um ein Kilogramm Baumwollgewebe herzustellen, werden 15 bis 20 Kilowattstunden Energie und bis zu 20.000 Liter Wasser benötigt. „Um eine intakte Natur für unsere Nachfahren zu erhalten, müssen Altkleider in den Gebrauchszyklus zurückgeführt werden“, sagt Lars Henkel.

ReSales sammelt in Kooperation mit Städten und Gemeinden oder karitativen Einrichtungen gebrauchte Kleidung. In dem hochmodernen Werk Apolda werden täglich 130 Tonnen sortiert und weiterverarbeitet. Ein großer Teil wird für die Industrie als Textilrohstoff aufgearbeitet wie beispielsweise für die Dämmung von Autos. Ein Teil wird als Putzlappen verwendet. „Nur ein verschwindend geringer Teil der gesammelten Textilien wird als Second-Hand-Kleidung in den Shops weiterverkauft“, sagt Lars Henkel.

Die Firma ReSales ist deutschlandweit das zweitgrößte Textilhandels- und –recycling Unternehmen. Am Standort Apolda arbeiten 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, am Standort Denkendorf (Bayern) weitere vier. Zusätzlich beschäftigt ReSales 140 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 24 Secondhand-Läden, vorwiegend in Ostdeutschland zwischen Berlin, Eisenach und Dresden und zudem in vier Filialen in München. Außerdem betreibt die Firma ein Zweigwerk im westafrikanischen Marokko mit etwa 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.